HNO-Praxen in Deutschland bleiben vom 18.-22. Mai geschlossen.
Hamburg, 21.04.2009 – „Die Lage vieler HNO-Ärztinnen und HNO-Ärzte in Deutschland ist dramatisch“, so Dr. Dirk Heinrich, Präsident des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Deutschland.
„Die schwarz/rote Gesundheitspolitik unter der Egide der roten Gesundheitsministerin Schmidt hat zum Ausverkauf der fachärztlichen ambulanten Versorgung in Deutschland geführt. Während ihrer Herrschaft ist es den Gesundheitsheuschrecken gelungen, in Form von Klinik-MVZ und Krankenkassen-MVZ in die ambulante fachärztliche Versorgung einzubrechen. Dies ist zu Lasten der Leistungsfähigkeit und zu Lasten der Patienten, aber auch zu Lasten der niedergelassenen Fachärzte gegangen. Die Versorgung hat sich verschlechtert. Gleichzeitig wurde mit einer Gebührenordnung, die mit Dumpingpreisen ausgestattet ist, das Ende der fachärztlichen ambulanten Versorgung in freier Niederlassung eingeläutet. Dagegen wehren sich die niedergelassenen Hals-Nasen-Ohren-Ärztinnen und -Ärzte in der Woche vom 18.05. bis 22.05.2009 mit bundesweiten Praxisschließungen. An diesen Tagen werden die Ärzte an den von der Ministerin verordneten unsinnigen Zwangsfortbildungen teilnehmen, die überbordende Bürokratie in den Praxen bearbeiten oder zum Deutschen Ärztetag nach Mainz fahren, um dort zu demonstrieren.“
Die derzeitige schlechte Lage der HNO-Facharztpraxen hat ihre Ursache in der verfehlten Gesundheitspolitik der schwarz/roten Regierung. Die HNO-Ärztinnen und -Ärzte werden alle Möglichkeiten des Wartezimmers und des Sprechzimmers nutzen, um die Patienten auf die bedrohliche Lage ihrer gesundheitlichen Versorgung aufmerksam zu machen. Die Ärzte werden massiven Einfluss auf den Wahlkampf 2009 der Parteien nehmen. Es geht mittlerweile um nicht weniger als um die Existenz der niedergelassenen Fachärzte und um den Fortbestand der Freiberuflichkeit. Unabhängige Ärzte sind für das Gesundheitswesen von unschätzbarem Wert. Dies hat die Regierung jedoch nicht erkannt und möchte sie abschaffen zu Gunsten von angestellten Ärzten in Medizinischen Versorgungszentren, die Klinikkonzernen und Investmentgesellschaften gehören.
Dr. med. Dirk Heinrich
Präsident
Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte
Download: hno-aerzte_nehmen_am_bundesweiten_protest_teil.pdf