Ausgabe 2/2021 ·

Mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen gefordert

Junge Frau trinkt bei Hitze Wasser.
Hitze und Trockenheit sind Folgen des Klimawandels kieferpix/stock.adobe.com

Die Aktivistinnen und Aktivisten von „Fridays for Future“ haben mit großem Erfolg weltweit auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam gemacht. Mittlerweile engagieren sich auch viele andere Interessen- und Berufsgruppen für den Klimaschutz, darunter auch das „Bündnis Junge Ärzte“. In einem Positionspapier fordert die Vereinigung mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen und die Sicherung des globalen Gesundheitsschutzes.

Die jungen Ärztinnen und Ärzte bemängeln, dass allein der Gesundheitssektor im Jahr 2017 für rund fünf Prozent des weltweiten Ausstoßes klimaschädlicher Gase verantwortlich war. „Gleichzeitig spielen die Gesundheitsberufe mit ihrem weiten Handlungsspielraum, ihren wichtigen gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben und ihrer intrinsischen Vorbildfunktion eine zentrale Rolle in der Öffentlichkeit und damit bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen und Nachhaltigkeit, die immer auch Gesundheitsziele mit beinhalten“, so das Bündnis.

In dem Positionspapier werden ganz konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, beispielsweise

  • klimaneutrale Finanzanlagen und Investitionen (z.B. durch die Ärzteversorgung),
  • die Förderung sowie der Auf- und Umbau klimaneutraler, nachhaltiger Krankenhäuser („green hospitals“) durch Nutzung von Solar- und Hydrovoltaiktechnologie, Plastikvermeidung und Abfallmanagement,
  • die Umsetzung und Unterstützung von Ernährungsempfehlungen und Maßnahmen, die für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise werben sowie
  • die Stärkung und Bevorzugung des aktiven, nicht-motorisierten Transportes und die Förderung der körperlichen Bewegung auf allen Ebenen.

Das „Bündnis Junge Ärzte“ ist ein Zusammenschluss der Vertreter der jungen Assistenzärzte/innen und Fachärzte/innen mit Ziel und Aufgabe, die Patientenversorgung nach modernen und ethischen Gesichtspunkten zu verbessern und Berufsbedingungen für eine Medizin der Zukunft zu gestalten. Aktuell befinden sich 25 Verbände und Fachgesellschaften im „Bündnis Junge Ärzte”, darunter die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO).

Das Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

Dr. Kerstin Zeise

Landesvorsitzende Berlin


Kaiserdamm 26
14057 Berlin

(0 30) 3 22 22 60

(0 30) 30 30 87 75

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Autorin

Julia Bathelt


Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

Chausseestr. 119
10115 Berlin

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Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. vertritt die ideellen und wirtschaftlichen Interessen der HNO-Ärztinnen und -Ärzte in Praxis und Klinik. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten zählen die fachliche Beratung von ärztlichen Organisationen, wie Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen sowie von Politik und anderen öffentlichen Einrichtungen. Der Verband unterstützt seine Mitglieder bei allen beruflichen Belangen und fördert mit der Organisation eigener Fortbildungsveranstaltungen den Wissenserwerb seiner Mitglieder.

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