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SpiFa fordert Herausnahme der haus- und fachärztlichen Leistungen der Grundversorgung aus dem Budget


Berlin , 19.06.2017 - Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) fordert eine nachhaltige Stärkung der wohnortnahen vertragsärztlichen Grundversorgung und legt Vorschläge vor.

Die Mitgliedsverbände des SpiFa fordern grundsätzlich feste Preise ohne Mengenbegrenzung für alle ärztlichen Leistungen. „Als Einstieg zur Sicherung der Grundversorgung sind alle relevanten Betreuungs- und Koordinationsleistungen sowie die Leistungen, die mit der pauschalierten fachärztlichen Grundvergütung belegt sind, aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) herauszunehmen und in die Extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV) zu überführen. Hierdurch werden effiziente Anreize gesetzt, die zu einer nachhaltigen Stärkung der notwendigen wohnortnahen ärztlichen Grundversorgung führen.“, so Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa.

Die wohnortnahe vertragsärztliche Grundversorgung stellt das Rückgrat der medizinischen ambulanten Gesundheitsversorgung in Deutschland dar. Die heute bestehende Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Gesundheitsversorgung insgesamt, wird wesentlich durch sie bewirkt. Sie drückt sich in einem bislang informellen Zusammenwirken von Haus- und Fachärzten aus. Diese Zusammenarbeit gilt es weiterzuentwickeln und die jeweiligen Rollen in gegenseitigem Verständnis anzuerkennen.

Die Grundversorgung ist durch den Arztmangel, der sich gerade bei den Hausärzten zeigt, aber auch bei einzelnen Fachärzten, die in der Grundversorgung tätig sind, gefährdet. Dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden.

Das Grundsatzpapier „Fachärzte in der Grundversorgung“ präzisiert die Forderungen des SpiFa aus ihrer Agenda „Facharzt 2020“ und bietet zahlreiche Verbesserungsvorschläge zur zukunftsfähigen Gestaltung der ärztlichen Grundversorgung durch Haus- und Fachärzte; abrufbar unter: www.spifa.de/positionen/.

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